Projekt Baerwaldbad - im Wedding
 
im Wedding
Auch im Wedding errichtete Ludwig Hoffmann zahlreiche Funktionsgebäude. Neben zwei Wachen für die Berliner Feuerwehr schuf er zahlreiche Schulgebäude, sowie das Stadtbad in der Gerichtsstraße, dessen alte Bausubstanz nur noch teilweise an der Rückseite besteht, während das Bad an der Strasseneite nach Kriegszerstörungen durch ein modernes Funktionsgebäude ersetzt wurde.
Insgesammt baute Ludwig Hoffmann in Berlin vier Feuerwachen, wobei die Wachen in der Fischerstraße in Mitte und der Schönlanker Straße im Prenzlauer Berg nicht mehr erhalten sind. Die noch bestehende Feuerwache am Schillerpark wurde nach einer Skizze Reichels von Ludwig Hoffmann gebaut und war die erste für den Automobilbetrieb geplante Feuerwache Berlins. Gebaut wurde Sie in den Jahren 1909 – 1910. Das Gebäude besteht aus Putzbauten und schmückenden Elementen, die wiederum aus Werkstein bestehen. Zur Erholung der Feuerwehrleute wurde ein Dachgarten über der Wagenhalle errichtet, was für damalige Berliner Feuerwachen einmalig war. Im Inneren der Feuerwache befinden sich Dienst-, Schlaf- und Wohnungsräume. 
In den Jahren 1912 – 1913 entstand die Feuerwache in der Stockholmer Straße. Sie wurde 1913 in Betrieb genommen. Um schnell und sicher in die Fahrzeughalle zu gelangen, war die Feuerwache bereits mit Rutschstangen ausgerüstet. Das Gebäude ist ebenfalls, wie auch die Wache am Schillerpark, mit Wohnräumen ausgestattet. Heute wird die Feuerwache von der Abteilung Fernmeldewesen der Landesbranddirektion Berlin genutzt.
Die Gebrüder Grimm Grundschule
Bei dem Schulgebäude an der Tegler Straße orientierte sich Ludwig Hoffmann an das einfache vornehme Empfinden der Goethezeit, welches sich seiner Ansicht nach in den Gebäuden in Weimar widerspiegelt. Während die Funktionsbauten auch hier hauptsächlich rückwärtig angelegt sind, stechen sie zur Straßenfront jedoch teilweise hervor und rahmen das niedrigere Lehrerwohnhaus.
Schulkomplex  Zeppelinplatz
Am Zeppelinplatz im Wedding entstand nach den Plänen in den Jahren1908-1910 eine große Schulanlage, die das umliegende Stadtviertel deutlich prägte. Neben einer Gemeinde-Doppelschule und einer Realschule, beherbergte das Ensemble die Technische Mittelschule, die für die aufstrebende Industrie in Berlin Maschinenbauer und Elektrotechniker ausbildete. Leicht vorgesetzt wurden an der Seite der Realschule zwei Beamtenwohnhäuser errichtet. Ein für den astronomischen Unterricht errichteten Aufbau betont die Front der Realsschule. Heute wird der Komplex von der Technischen Fachhochschule genutzt.

Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde das von Ludwig Hoffmann erbaute Stadtbad in der Gerichtsstraße neu errichtet und die erhaltenen Gebäudeteile baulich stark verändert. Bedeutend ist das Stadtbad, da es die erste Badeanstalt in Berlin war, die zwei separate Schwimmhallen (eine für Männer, eine für Frauen) besaß. Erst später, mit einem Erweiterungsbau wurde dies auch im Stadtbad Kreuzberg umgesetzt. Ähnlich wie die anderen von Hoffmann in Berlin erricheteten Bäder wurde das Schwimmbecken von den Umkleidekabinen umsäumt. Auf einer Galerie oberhalb des Bades befanden sich weitere Umkleidekabinen.
Verschiedene weitere Gebäude von Ludwig Hoffmann sind nicht mehr erhalten, wie die Gemeindeschule in der Putbuser Straße, die Höhere-Gemeinde-Schule an der Ecke Pankstraße/ Wiesenstraße.